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Spaniens Geschichte und Politik
| Die frühesten Zeugnisse von Ureinwohnern
der Iberischen Halbinsel sind Höhlenzeichnungen aus der
paläolithischen Epoche. Die Phönizier gründeten
um 1.100 v. Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste,
z.B. an der Stelle des heutigen Cádiz. In der zweiten
Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. begannen die Kartharger
auf die Halbinsel vorzudringen und gründeten um 230 v.
Chr. die Stadt Barcelona. Ab 200 v. Chr. fiel das Land an die
Römer, die es 600 Jahre in Besitz nahmen. Nach kurzer Herrschaft
der Westgoten zogen 711 Araber über die Meerenge von Gibraltar
und eroberten in Kürze die gesamte Halbinsel. Erst 1492
gelang mit der Eroberung Granadas die Reconquista, die vollständige
Rückeroberung durch die christlichen Heere. Die Ehe zwischen
Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien
begründete 1479 den spanischen Nationalstaat. |
Im selben Jahr begründete der von den Herrschern
unterstützte Christoph Columbus mit der Entdeckung Amerikas
die spanische Vorherrschaft zur See. Durch die vernichtende
Niederlage der Spanischen Armada gegen die Engländer im
Jahr 1588 verlor Spanien seine Vormachtstellung in Europa. Bis
1815 kam es zu einem erbitterten Unabhängigkeitskampf der
Spanier von den Franzosen, der mit der Einführung einer
liberalen Verfassung endete.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts lösten sich die lateinamerikanischen
Kolonien von Spanien. Während des Ersten Weltkrieges blieb
Spanien neutral. 1923 bis 1930 wurde nach einem Militärputsch
Spanien von einem Direktorium ohne Parlament regiert. |
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| Danach wurde in Spanien die Zweite Republik ausgerufen.
1936 putschte sich der faschistische General Franco an die Macht.
Der sich anschließende Spanische Bürgerkrieg, der
von 1936 bis 1939 dauerte, wurde von den Faschisten gewonnen.
Zwei Jahre nach Francos Tod im Jahr 1975 folgten die ersten
freien Wahlen seit 1936. 1982 trat Spanien der NATO bei, und
seit 1986 ist es Vollmitglied der Europäischen Union. |
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